

Wieland, Günther
O. T.
,1998,
Sand, Öl/Leinwand,
60 x
60 cm
Der Sand, ursprünglich dazu eingesetzt, der Ölfarbe Griffigkeit zu verleihen, wurde seiner Dienlichkeit enthoben und zunehmend zum bildbestimmenden Inhalt. ( ) der Sand wird in die jeweils noch ungetrocknete Farbschicht, die er besetzen soll, aufgeschüttet. Die aufrecht stehende Leinwand bestimmt dadurch praktisch, wieviel Sand sie für eine bestimmte Farbschicht aufnimmt, weil jene Menge, die die Haltungsfähigkeit der Farboberfläche übersteigt, bei dieser Arbeitsweise wieder abrieselt. Von einem Akt der Willkür, wie man leichthin annehmen könnte, ist diese Weise von Bildfindung weit entfernt. Man könnte vielmehr von einer Versenkung in die Stofflichkeit des Sandes sprechen, denn Günther Wieland stellt damit das Prinzip der Natürlichkeit, das ihm an sich so wichtig ist, auch in seiner Malerei allen anderen voran. Die Flächen erstehen in diesem Sinn leise, beständig und Schicht um Schicht in Form von Ablagerungen, die naturgebundenen Entsprechungen sehr nahekommen. Die Farbräume lassen an Fels und erde denken und wecken Empfindungen von Verschüttung und Versteinertem. Der Naturbezug ist offensichtlich. (Roman Baumgartner)









Wieland, Günther
O. T.
,1996,
Sand, Öl/Leinwand,
101 x
100 cm
Es handelt sich dabei um mit Sand angereicherte Ölmalereien, die ihre Kraft und Eindringlichkeit zur Gänze aus der Stille beziehen, in der sie entstehen.
(Robert Baumgartner)
Günther Wielands Malerei ist seit 1990 von einer neuen Geistigkeit durchdrungen, die sich in seinen so genannten Sandbildern manifestiert. Anlass für Wielands intensive Auseinandersetzung mit dem Material Sand war die Beschäftigung mit Etruskerausgrabungen während einem seiner Toskanaaufenthalte. Sand wurde nicht nur zum Bildinhalt, sondern auch mit dem Prinzip der Natürlichkeit gleichgesetzt. Demgemäß rufen die verwendeten Farben bewusst Assoziationen mit Fels und Erde hervor fast fühlt man sich bei diesem Gemälde an prähistorische Höhlenmalereien erinnert. (S.S.)
