
Schöne, Gabriele
Marille, mein
,2000,
Öl/Leinen,
45 x
53 cm
Die Lust haptisch zu agieren ist auch immer noch Grund für Gabriele Schöne in ihre Malerei illusionistische Effekte des Trompe loil einzubauen. Ihre Pfirsiche, Zitronen, Orangen und Pflaumen ( ) liefern aber die subversive Abwehrreaktion für das Auge auch gleich mit, denn die Umgebung der Früchte ist geometrisch, flächenhaft, raumlos und nur ein stofflich anmutendes Zwischending zieht sich gelegentlich in schmalen Streifen durch die Komposition. Ein feministischer Standpunkt wird hier klar definiert: Hartes und Weiches stoßen aufeinander die weiche Frucht mit dem harten Kern, der oft zu sehen ist stöß t in einer möglichen Zwangsverspannung an harte Rahmenbedingungen. Das Spiel der Tücher sucht das Aufeinanderprallen zu mildern, aber Formen und komplementäre Farbkontraste dominieren. Kein stilles Leben, kein idyllischer Ort: Rot trifft auf Grün, Orange auf Violett, dazwischen Ocker und ein paar plastisch anmutende Übergänge. (Brigitte Borchhart-Birbaumer)

