Bauch sen., Hermann
Mondblume
,1973,
Öl/Leinwand,
78 x
108 cm
Es geht mir nicht um eine Abstraktion, um ein Abziehen der realen Erscheinungswelt bis auf die Grund- und Urelemente der Kunst (Fläche, Körper, Raum), sondern um eine Abstraktion alles Unwesentlichen, um eine Reduzierung des Gegenständlichen auf das Wesentliche. (Hermann Bauch sen.) Demzufolge wird aus der Blume ein kreisförmiges mit Löchern durchbrochenes Gebilde auf einem Stengel. Durch die Verwendung von rahmenden schwarzen Stegen wirkt dieses Gemälde wie ein Glasfensterentwurf und verweist so auf die künstlerische Ausbildung des Künstlers. Dieser besuchte 1956 die Mosaikschule Spilimbergo (Italien), gründete 1957 die erste Wiener Mosaik- und Glaskunstwerkstätte und fertigte ein der "Mondblume" verwandtes Glasmosaik für das Hotel Miramonte in Bad Gastein an. (S.S.)
