Artothek Niederösterreich

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Dirnhofer, Veronika BIO >

Intro, 1996
Acryl, Collage/Molino, 160 x 150 cm >
  Entlehnt bis 19.11.2013

Dirnhofer, Veronika
Intro ,1996, Acryl, Collage/Molino, 160 x 150 cm

Auf diesem Bild sind mehrere Ebenen übereinandergeschichtet: es gibt einen abstrakten Hintergrund, darüber ist eine Zeichnung mit einer Figur in einem Lehnstuhl. Über das ganze Bild wurde ein feiner, durchsichtiger Stoff gespannt, auf den wiederum ein (kopfloser) Frauenkörper mit rosa Kleidchen gemalt wurde. Wie ein nasses Kleidungsstück wirft dieses Blasen und suggeriert so eine Körperlichkeit, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist - unter dem Kleid ist nur der Hintergrund, der wie ein Palimpsest wirkt, das abbröckelt. Den Figuren ist es nicht möglich, miteinander zu kommunizieren - sie scheinen sich nicht nur in verschiedenen Sphären zu befinden, sondern auch in einem anderen Aggregatszustand: während die weibliche Figur malerisch gegeben, fast auseinanderfließt, ist die Figur im Lehnstuhl mit knappen Strichen gezeichnet. Der Stoff läßt die Malerei dahinter verschwimmen - nichts ist klar, alles ungewiss. "Dominante Rottöne und ein expressiver Malduktus dienen der Künstlerin in diesem Zusammenhang als Ventil bzw. zur Gestaltung von persönlichen Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit und Beobachtungen aus der Alltagswelt. Aus Überlagerungen verschiedener Zeichensysteme - Xeroxkopien, Textpassagen, abstrakten Farb-Formkonglomerationen und figurativen Fragmenten - entsteht ein dichtes sinnliches Netz von Konnotationen." (Doris Guth)

Feeling Good, 1999/2000
Acryl/Molino, 145 x 180 cm >
 

Dirnhofer, Veronika
Feeling Good ,1999/2000, Acryl/Molino, 145 x 180 cm

In „Feeling Good“ spiegelt sich Dirnhofers spezielles Interesse am „Frau-Sein“ wieder. Beide Frauengestalten dringen in einer schwingenden Bewegung in die gelb-grün leuchtende Farbfläche ein. Obwohl ihre Körper nur in Umrisslinien wiedergegeben sind, entsteht durch das versatzstückhaft angedeutete braune Gitter und der unterschiedlichen Figurengröße Tiefe. Abstraktion und Figuration verschmelzen auf diese Weise miteinander. Der leuchtenden Farbigkeit, die beinahe schrill anmutet, steht die kontemplative Ungezwungenheit und Heiterkeit der Protagonisten gegenüber. (S.S.)