Gasteiger, Jakob
Ohne Titel
Siebdruck/Hartfolie,
80 x
60 cm
Jakob Gasteiger arbeitet üblicherweise monochrom: in seinen Gemälden werden mit Kämmen Liniengefüge gezogen, die manchmal mäandrieren, oft aber auch einfach vertikal oder horizontal in einer sehr reduzierten Form von oben nach unten oder links nach rechts durchlaufen. Die Pastosität der Farbe und die entstehenden Furchen lenken die Wahrnehmung gleichzeitig auf den Status des Gemäldes als zwischen Objekt und Bild, zwischen Drei- und Zweidimensionalität wechselnd. Eine wesentliche Rolle dabei spielen auch die Schatten, die je nach Standpunkt variieren. Im Fall des Bildes in der Artothek handelt es sich um eine Grafik, ein Medium, das eindeutig als zweidimensional definiert ist. Auch die Lichtführung ist in diesem Siebdruck festgelegt. Damit bricht Gasteiger mit wesentlichen seiner künstlerischen Prinzipien, macht sie gleichzeitig aber auch deutlich.
