Unzeitig, Franz
Taban
,1987/88,
Mineral- und Acrylfarben,Mastix-Sprühfirnis/Leinen,
120 x
100 cm
Das Prinzip des Komponierens vor einem hellen Hintergrund, der den Figurationen eines Bildes zugleich räumliche Befindlichkeit und die Illusion des Im-Raum-Schwebens verleiht, hat Unzeitig zuletzt konsequent verfolgt und perfektionieren versucht. Das Statische ist weitgehend dem von der Schwerkraft Losgelösten gewichen. Der Künstler ist dabei zum Körperlichen, zur Figur, die von einer Kontur umschlossen wird, zurückgekehrt. All seine zuletzt gemalten Wesen befinden sich in lebhafter Bewegung, vermitteln uns Assoziationen wie Motorik und Dynamik. Es sind freie, tanzende Strukturen, deren Bewegungszustand und Erregtheit der Künstler zu fixieren versucht. Unzeitig versteht es, Aggressionen und Bedrohliches dabei völlig zu eliminieren. Seine Figuren verharren in jenem kurzen Augenblick, in dem sich potentielle Energie in Bewegung umzusetzen beginnt. Unzeitig malt sehr musikalische Bilder, man könnte in ihnen die Entwicklung eines Akkordes erkennen. (Wolfgang Hilger)

Unzeitig, Franz
Zar-Zar
,1989,
Mineral- und Acrylfarben,Mastix-Sprühfirnis/Leinen,
120 x
100 cm
Franz Unzeitig bemüht sich in seiner Malerei um den Ausgleich von Gegensätzlichkeiten, um eine Balance von Formen und Farben, unabhängig von den unterschiedlichen, von ihm bisher gewählten stilistischen Mitteln. Dieses Prinzip kennzeichnete bei allem Ungestüm auch seine künstlerischen Anfänge, als er in neoexpressiver Manier ekstatisch bewegte Figuren der Ordnung eines vorgegebenen Formates unterwarf. (Dr. Wolfgang Hilger)
