Geboren 1952 in Mödling/NÖ; lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Niederösterreich und Wien
Tätigkeitsbereiche
Radierung, Malerei, Rauminstallation, Objekt, Siebdruck, Druckgrafik
Leitung
seit 1994 - Galerie kunstraum arcade , Mödling
Ausstellungen (Auswahl)
2008
Kunststoffkunst, Babenberger Burgruine Gars/Thunau
vertauscht. Künstlerhaus Klagenfurt
2007
Helga Cmelka, Elke Doppler-Wagner. Malerei. Galerie kunstraum arcade, Mödling
2006
mitschrift - schriftbild, DOK, St.Pölten
Frauen schreiben. Galerie kunstraum arcade, Mödling
KurzWeil. Schloß Grafenegg
Galerie Wolfrum, Wien
2005
buchkunst, buchgraphik, buchobjekte. Künstlerhaus, Wien
Im Dialog. Babsi Daum und Helga Cmelka. Galerie X, Bratislava
SCHRIFT.BILD.DIALOGE. Theater am Saumarkt, Feldkirch
2004
Verstanden - Missverstanden, DOK, St.Pölten
2003
Helga Cmelka. NN-fabrik, art.diktyon, Oslip
Das alchimistische Werk II, DOK, St.Pölten
Auszeichnungen/Preise
1989, 1992 Preis des Kunstförderungsfonds der Wr. Handelskammer
1993 Preis der Fa. Mannesmann zum Thema «Wasser»
1994 Wojti-Wimmer-Preis des Wr. Künstlerhauses
2001 Stipendium Bundesländeratelier Paliano/Italien
2003 1. Preis beim XXXV. International Artists Symposium, Györ
2007 Preis der Direktorin des Museums, Gravix2007, Int. Kleingrafikbiennale Breclav/CZ
Cmelka, Helga
O. T. (Bild Nr. 9)
,2000,
Acryl, Pigment, Gaze/Molino,
50 x
50 cm
Ähnlich wie bei O. T. (Bild Nr. 25) legt die Künstlerin mehrere Gazestücke übereinander, die sie miteinander vernäht. Konturen und Linien entstehen dort, wo das feine Netz ausfranst oder Fäden aneinander stoßen. Dadurch entsteht eine dichte Struktur, Schichten, die sich sowohl in die Tiefe als auch in die Bildoberfläche erstrecken: wie bei einer geologischen Darstellung, wie bei Jahresringen bauen sich die vertikalen Streifen hintereinander auf.
Cmelka, Helga
O. T. (Bild Nr. 25)
,2000,
Acryl, Pigment, Gaze/Molino,
50 x
50 cm
Über einen gelb-grün melierten Untergrund hat die Künstlerin Gaze gespannt. Mit einem Faden wurden Sichelformen hineingenäht, die sich in drei Reihen einmal nach links, dann wieder nach rechts bewegen. Sie benutzt so die Fäden als Zeichenstift in einem miteinander verwobenen Bildträger. Im Gegensatz zu den früheren Bildern (siehe "Maritima" und "Rosso osido") verwendet Cmelka hier ein feineres Material, das eine zarte Struktur vorgibt.
Cmelka, Helga
Vegetativ
,1991,
Mineral- und Acrylfarben,Mastix-Sprühfirnis/Leinen,
180 x
130 cm
In diesem Bild wird Natur in einer unkonventionellen Form bearbeitet: zunächst könnte man nur Farbspritzer und Striche sehen, Ockertöne und Blau-Grün, dazwischen einige kecke rote Farbspritzer. Der Titel suggeriert Natur, Landschaft, Gräser und Ähren. Mehrere Ansichten und Blicke auf ein Gräserdickicht werden kombiniert, der Standpunkt des Betrachters/der Betrachterin ändert sich ständig: je nach Fokussierung ist die Perspektive einmal in Aufsicht, dann wieder im Querschnitt gegeben. Durch die Farbgebung verwischen sich Himmel und Gräser, alles geht ineinander über, und aus einem annähernd abstrakten Bild wird ein überbordendes Ineinander von Natur und Kosmos.