Artothek Niederösterreich

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Drach, Wilhelm BIO >

O. T., 1986
Acryl/Leinwand, 120 x 100 cm >
  Entlehnt bis 22.09.2013, Verlängerbar

Drach, Wilhelm
O. T. ,1986, Acryl/Leinwand, 120 x 100 cm

Hier setzt Wilhelm Drach sehr bewußt Farben als Striche und Flecken nebeneinander. Es ist keine lockere, unreflektierte Malweise; auch wenn der Farbauftrag auf den ersten Blick spontan wirkt, so ist er doch sehr überlegt und präzise gesetzt. Wie wirkt ein Rot in Form einer Fläche oder in Form eines Striches? Wie neben einem dünkleren oder einem helleren Rot? Farben und Formen korrespondieren miteinander, entsprechen einander oder sind komplementär zueinander. Ein Strich wird nicht mit dem großen "genialischen" Gestus aufgetragen, sondern überlegt sich seinen Weg, stockt manchmal auch. Weiters führt Drach verschiedene Möglichkeiten, Farbe aufzutragen vor, teils pastos, dann wieder lasierend. Stellenweise probiert er auch andere Geräte (wie etwa Bürsten) aus. Das Malen wird so zu einem Denken über das Malen. "Drach erfüllt sich selbst durch seine Malerei hohe Ansprüche. Malerei als Qualität, Gedanklichkeit als Konzept, Kunst als alternative Möglichkeit. Seine Bilder sind Einlösungen dieser selbstgestellten Qualitäten. Malerei ist nicht leichtsinniger Umgang mit Farbe auf einem Bildträger, sondern Verdichtung, In-Fragestellung und Selbsterkenntnis." (Dieter Ronte)