


Müller, Gerhard
Ohne Titel
,1995,
Mischtechnik/Papier,
44 x
62 cm
"Der sozusagen einzige und immer wiederkehrende Bericht Gerhard Müllers ist der Seinszustand des lebendigen Wesens (Mensch und Tier für sich und in Beziehung zu anderen, sowie die hinterlassenen Spuren und Hinweise dieses Seinszustandes." (Roman Baumgartner) Müllers Werke, im Fall derer in der Artothek immer Arbeiten auf Papier, haben häufig den Charakter von Höhlenzeichnungen: ein archaischer, reduzierter Ausdruck, gedämpfte, oft erdige Farben und die Darstellung von Tieren, Pflanzen oder Ornamenten weisen darauf hin. Eine raue, strukturierte Oberfläche deutet zusätzlich eine Höhlenwand an. Nicht immer sind Müllers Zeichnungen eindeutig gegenständlich zu deuten; die Grenze zwischen Figuration und Abstraktion wird hier ausgelotet. Dass Müller dabei auf die Höhlenmalerei anspielt, erinnert uns an die historische Entwicklung der Malerei von einer archaischen zu einer immer detaillierteren Form.



