Details

Kurzbeschreibung

Eröffnung: Samstag, 02.03.2019, 16:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 03.03.2019 – 08.09.2019


Die Linie – und was über die Linie hinausgeht – verbindet die Werke von Birgit Knoechl und Christoph Schirmer. Als eine Art Schnittstelle leitet sie beide in ihren Arbeiten. Birgit Knoechl erforscht durch die zeichnerische Linie ihre Idee der Raumzeichnung. Christoph Schirmer nähert sich der Linie „durchs malerische Auge“. Am Ende kommen beide Künstler_innen zur gleichen Idee: dem Ausreizen des Mediums und der Frage, was alles darin möglich ist.
Birgit Knoechl und Christoph Schirmer kennen sich seit dem Studium und waren an mehreren Gruppenausstellungen zusammen beteiligt. Die Artothek Niederösterreich zeigt nun von 3. März bis 8. September 2019 die erste gemeinsame Ausstellung der beiden.

Chorós grammi“ – bewegte Linien – nennt Birgit Knoechl ihre jüngst entstandenen Drucke. Durch wiederholtes Übereinanderlegen der Linolplatten schafft sie eine Überlagerung der Linien und damit den Effekt von Tiefe. Die Künstlerin umspielt in ihren Werken gezielt die Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensionalität. Sie wird inspiriert von der Ästhetik der Zwanziger- und Dreißigerjahre sowie von der Künstlerin Sophie Taeuber-Arp, die tänzerische Elemente in ihre Linienbilder übertrug. Bewegung spielt auch für Birgit Knoechl eine Rolle, die Gestik im Kunstschaffen als intimer performativer Akt, die Übertragung von Körperlichkeit in Zweidimensionalität. Sie strebt stets nach der Idee von Tiefe, stellt die Frage, wie man mit einer Linie Raum erzeugen kann. Puristisch im Medium der Zeichnung ebenso wie in der monochromen Farbigkeit, reizt sie darin alle Möglichkeiten und Variationen aus. In der Verschiedenartigkeit der Linien ihrer Zeichnungen wird auch der übergreifende Charakter ihrer Werke deutlich: In Zeichnungen der Serie MOMENTUM MIMESIS imitiert Birgit Knoechl die Charakteristika von Drucken, in ihren Drucken bezieht sie sich wiederum auf die Zeichnung.

„Eine Malerei, die keine Geschichte erzählt, keine konkreten Räume anbietet, keine gesehenen Licht-/Schatten-Situationen nachbildet, sondern mit Raum, Form und Licht in einer bildkonstruierenden Form arbeitet. Abstrakt ist ein unzulänglicher Begriff dafür.“ So schreibt Andreas Hoffer, Kurator der Kunsthalle Krems, 2015 über die Arbeiten Christoph Schirmers.

Der Künstler umspielt das Medium der Malerei in beeindruckenden Variationen. Er arbeitet auf ungrundierter Leinwand sowie in vielfältigen Techniken und Materialien. Dabei leitet ihn die Frage nach den Möglichkeiten des Mediums – was alles kann Malerei gegenwärtig? Inspiriert durch moderne Medien empfindet er seine malerische Arbeit als Prozess. Durch Auftragen, Überlagern und teils gezieltes Abnehmen verschiedener Materialien entstehen in seinen Werken Momente zwischen Collage und Décollage. Dazwischen schafft er feine, malerische Übergänge und erzeugt Räumlichkeit. In seinen Arbeiten zeigt sich die Linie in mannigfaltigen Ausführungen des malerischen Gestus – von wild und ungezähmt bis fein, filigran, konzentriert. Spielerisch beschäftigt er sich mit der Frage nach der Lenkbarkeit des Zufallsprinzips, durch Ausprobieren und Ausreizen von Technik und Medium findet er sein Ziel in der Malerei. Dadurch erzeugt er in seinen Werken eine unglaubliche Diversität, inszeniert Spannungsfelder aus Gesteuertem und Zufälligem.

 

Birgit Knoechl und Christoph Schirmer studierten von 1999 bis 2004 Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste Wien. Beide leben und arbeiten in Wien. 

Fotos: © Lisa Leutner

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