Anna Maria Brandstätter - VON DER STILLEN UMARMUNG UNENDLICHER TIEFE

Details

Kurzbeschreibung

 

Eröffnung: Samstag, 13.10.2018, 16Uhr
Ausstellung: 14.10.2018 - 03.02.2019

„Mich interessiert die Übersetzung dieser meiner Welt in eine andere Sprache.
Die Entfremdung von Form und Farbe,
deren Ausgliederung auf ein Blatt Papier.“


So schreibt Anna Maria Brandstätter im Mai 2018 über ihr künstlerisches Schaffen. Die 1977 in Amstetten geborene Künstlerin beschäftigt sich schon seit fast einem Jahrzehnt mit Tusche als Werkmittel.
Unter dem Titel „VON DER STILLEN UMARMUNG UNENDLICHER TIEFE“ werden von
14. Oktober 2018 bis 3. Februar 2019 in der Artothek Niederösterreich in Krems Arbeiten aus ihrem Werk zu sehen sein, neben ihren Tuschezeichnungen werden auch drei ihrer Gemälde sowie eine installative Arbeit ausgestellt.
Blau, vorwiegend Indigo, ist die vorherrschende Farbgebung ihrer Werke. Im Blau entdeckt Brandstätter eine unglaubliche Farbigkeit, es lässt viele Abstufungen zu – wie die Blaue Stunde am Abend, wenn sich das Blau des Himmels ganz langsam bis zum Schwarz verändert. Auch Düsterheit ist für sie nichts Negatives. Dunkelheit kann auch Geborgenheit ausdrücken, einen Rückzugsort, oder Neugierde auf das, was dahinter zu finden sein mag.
Das Experimentieren, auch das Technische, ist wesentlich für sie und ihre Arbeiten. „Es wiederholt sich ständig und ist doch ständig anders“, beschreibt sie ihre Arbeitsweise. Die Veränderung, das Nach-Vorne-Schauen ist für sie essentiell, darum streckt sie gerne die Fühler in neue Richtungen aus. Neben der Zeichnung bedient sie sich vorwiegend des Mittels der Sprache. Dabei schreckt sie nicht vor gewagteren Installationen zurück, ihre gesellschaftlichen Statements sollen zum Nachdenken anregen.

Die Zeichnung hingegen wächst beinahe als eine Art organische Struktur. Aus einem oder mehreren Punkten außerhalb der Mitte heraus wachsen Linien, entfalten sich, treffen aufeinander, wachsen zusammen. Gleichmäßige Linien stören die Künstlerin – dann passiert es auch, dass sie zu Pinsel und Leinwand greift. Sie durchbricht die Gleichförmigkeit der Zeichnung. Eintönigkeit lehnt sie ab, alsbald kommt der Wunsch nach Veränderung.
Brandstätter findet viele Anregungen in der Natur, bildet aber die Eindrücke nicht fotografisch ab. Strukturen werden von ihr aufgenommen und verarbeitet. Die Donau, in deren unmittelbarer Nähe sie lebt und arbeitet, war für sie lange eine sehr präsente Anregung – die Bewegung, das ewige Fließen und auch das Blau, welches der Fluss nur annimmt, wenn sich an einem schönen Tag der Himmel darin spiegelt. Aber auch andere Naturformen inspirieren sie, Gebirge und der Akt des Hinaufsteigens und Hinunterschauens, auch Holz mit seinen facettenreichen Maserungen.
Gesehenes vermischt sich im Kopf, die Bilder fließen heraus, eine Zeichnung ist für Brandstätter ein längerer Prozess. Konzentriert werden die Striche mit der Feder nebeneinandergesetzt. Die Technik hat sie so verinnerlicht, dass sie beim Zeichnen gar nicht denken will. Von Zeit zu Zeit unterbricht sie den Arbeitsvorgang und betrachtet die Zeichnung aus einem Abstand heraus, um darüber zu reflektieren.


Anna Maria Brandstätter lebt und arbeitet in St. Nikola an der Donau. Bis 2002 absolvierte sie die Meisterklasse für Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz, 2008 schloss sie ihr Studium mit Diplom ab.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Donnerstag - Sonntag
11:00 - 18:00 Uhr

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